15. Juni 2018 // von Julia und Julian

Das Slack-Battle

Der Umzug des Thomann-Teams von Skype auf Slack hat einige Neuerungen mit sich gebracht. Für alle, die sich einen Überblick verschaffen, einen Einblick in die Kommunikation bei Thomann bekommen und interessante Inputs zum Thema Slack lesen wollen ist das hier genau die richtige Anlaufstelle.
Es batteln:

In der linken Ecke aus Berlin: Slack-Verfechter, Full-Stack Entwickler, 1 Zeile Code*/Sekunde! Hier ist er, der unvergleichliche, unübertreffbare JULIAN – Profi-Pixelschubser – KERN!!!
* Länge einer Zeile nicht definiert; Hoher Mate Konsum vorausgesetzt

Und in der rechten Ecke aus Treppendorf: Skype-Verteidiger, Fully-Blown Projektmanager, 5 unglaubliche Tickets/Minute! Seit 4 Sprints unbesiegt, der Peter Parker des Projektmanagements: JULIA – Jira-Diva – MANGER!!!

Ladies first, are you ready?

„Willkommen bei Slack“ – viel Hype um … was eigentlich?

Ich lese viel, ich lese gern und bin so schließlich auch eines Tages über einen dieser zahlreichen Hype-Artikel zum Thema Slack gestolpert. Das fühlte sich damals alles wahnsinnig weit weg an, nicht zuletzt weil Schlagwörter wie „hip“ und „Startup“ fielen. Ist beides nicht so mein Ding – eigentlich. Denn plötzlich schlug Slack immer größere Wellen, die dann auch bei unserem Berliner Team ankamen. Die Begeisterung war groß und so schwappte der Slack-Swag weiter nach Hamburg, Treppendorf, Erlangen und Aschaffenburg. Adieu, Skype, es war schön mit dir.

Unser täglich Remote gib uns heute…

Wie bereits ersichtlich verteilt sich das Thomann-Team quer über Deutschland, weshalb ein Tool zur reibungslosen Kommunikation enorm wichtig für uns ist. Slack ersetzt an dieser Stelle unser gemeinsames Büro mit verschiedenen Channels für Teamaustausch, Ankündigungen und spontane Witze. Auch unsere Daily Calls und Sprintplanungen führen wir nun über Slack durch. Eines steht also fest: wir haben hohe Ansprüche und beste Voraussetzungen, um Slack in all seinen Funktionen und Facetten ordentlich zu testen.

Und was genau kann Slack jetzt eigentlich?

Das frage ich mich auch oft. Vielleicht kann ich tatsächlich einen Mehrwert zur kostenlosen Konkurrenz erkennen, wenn ich es ganz nüchtern aufschreibe.

  1. Scrum: in unseren Estimation Calls ist die Funktion zum Bildschirm teilen unverzichtbar. Hier können Tasks sehr anschaulich gezeigt und besprochen werden. Auch das erweiterte Teilen mit bemalbarem Screen ist nützlich und trägt zu verbesserter Kommunikation bei. „Verbessert“ gilt hier allerdings für alle Ebenen der Kommunikation und somit dient die Malfunktion oft der allgemeinen Belustigung. Was wir in kleinen Denkpausen so auf den Bildschirm malen bleibt unser Geheimnis. Leider gibt es keine einzige Planning Poker App für Slack. Hier kann definitiv noch nachgebessert werden, das würde auch einen echten Vorteil gegenüber der Konkurrenz darstellen.
  2. Alltagskonversation: Funktioniert genauso wie überall anders auch. Inklusive Pannen beim Verbindungsaufbau, Programmabstürzen und „Hallo, hörst du mich?“ am Anfang eines jeden Gespräches. Außerdem braucht es Zeit, sich an die Nutzeroberfläche zu gewöhnen. Aktuelle Unterhaltungen rutschen nicht nach oben, alle Nachrichten werden linksbündig dargestellt und die Benachrichtigungen sind nur sehr eingeschränkt personalisierbar.
  3. Extras: Der helle Wahnsinn! Custom Emojis, eigene Farben für jeden User, jede Menge Apps und nette Begrüßungen. Aber braucht man das? Nein. Habe ich trotzdem den Jungs aus meinem Team ein rosa Makeover verpasst? Ja. Inklusive wild gestikulierendem Prinzessinnen-Emoji.

Kurz und knapp

Slack ist okay. Es macht, was wir möchten und unterstützt das Team bei der täglichen Arbeit. Dem entgegen stehen der stolze Preis, zahlreiche kostenlose Alternativen und eine Reihe an Extras, die eher von der Arbeit ablenken, als die Produktivität steigern. Kleinere Probleme und Pannen beim Verbindungsaufbau gibt es genauso wie bei der Konkurrenz, hier ist also mit Slack definitiv auch kein Meister vom Himmel gefallen.

Und hier kommt der Konter aus der Berliner Ecke:

„Willkommen bei Slack“ – dem zentralen Anlaufpunkt für alle Entwickler

Ich hatte schon recht früh von Slack gehört, es müsste Ende 2014 gewesen sein. Zu dem Zeitpunkt war bei mir beruflich noch Skype im Einsatz. Skype funktioniert nicht schlecht, allerdings muss man neue User im Unternehmen immer in jeden relevanten Channel einladen, manche Channels vergisst man, was anfangs gerne zu „Wie? Du weißt nichts davon dass wir heute alle Burger essen gehen?! Bist du nicht im Lunch-Channel?“ führt. Auch war mir die Benutzeroberfläche als UI-Liebhaber immer ein Dorn im Auge, wirklich intuitiv ist Skype nicht zu benutzen.

Spätestens mit dem Komplettumbau der Oberfläche im Herbst 2017 hat es mir dann gereicht. Slack hatte ich vorher schon oberflächlich ausprobiert und wir bei Thomann Berlin nahmen das als Anstoß, dieses neue Tool mal breiter auszuprobieren. Slack ist meist absolut intuitiv und hilft bei allem, was mit Kommunikation zu tun hat. Inzwischen ist es die zentrale Schnittstelle geworden, egal ob Chats, (Video-) Anrufe oder Dateitransfers, alles läuft super einfach über Slack.

Ein wichtiges Feature bei Slack sind die Integrationen, sogenannte Apps und Bots. Seien es animierte GIFs von Giphy, Umfragen, ein Lunchtime-Bot, RSS-Feeds oder die Integration unseres Kalenders, Slack kann mit Dritthersteller-Tools deutlich mehr als nur Nachrichten verschicken. Auch wenn vieles davon einfach nur der Belustigung dient, ist Spaß bei der Arbeit unverzichtbar für Produktivität.

Slack stellt sogar seine Schnittstellen öffentlich zur Verfügung. Jeder kann Apps und Bots für Slack schreiben und sie öffentlich machen - oder sie nur für die eigene Firma nutzen. Letzteres tun wir auch: Mit „Cookie“ gibt es einen Bot, der uns bestimmte Dinge abnehmen kann. Cookie erinnert uns an wichtige Teammeetings, informiert uns wenn die Server eine neue Konfiguration bekommen haben, oder wenn Tests des Codes fehlschlagen - wichtige Informationen, die man bisher selbst aktiv nachschauen oder im Blick behalten musste, werden jetzt aktiv an uns übermittelt. In dem Tool, in dem wir sowieso immer online sind. Grenzen für solche Funktionen sind nur die eigene Fantasie. Softwareseitig ist „Cookie“ eine einfache Node.js Applikation basierend auf „HuBot“ und läuft lokal im Büro auf einem Server – kann also von jedem Entwickler mit JavaScript-Kenntnissen einfach erweitert werden.

Kurz und knapp

Slack ist für mich inzwischen unverzichtbar geworden. Es erleichtert die täglichen Abläufe, bringt Informationen automatisch auf meinen Tisch, die ich früher selbst im Auge behalten musste und macht dabei noch viel Spaß im täglichen Gebrauch. Die Idee für Slack kam dabei von Software Entwicklern selbst, erst als internes Tool einer Games-Schmiede, seit 2009 als eigenständige Firma. Diese Herkunft merkt man der Software deutlich an – verspielt und gerade für Entwickler sehr hilfreich.

Anmerkung der Redaktion: Während der Schreibarbeiten zu diesem Blogartikel kam kein Emoji zu Schaden.

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