8. März 2017 // von Erik

Usertesting im UX Prozess

Gute User Experience wird durch viele Aspekte definiert. Ganz am Anfang steht immer die Motivation und auch Mut der Designer und Konzepter etwas Neues zu erschaffen. Im besten Fall basiert ein Design auf einer Reihe von Erkenntnissen, wie bekannten Problemen, einer Strategie, Ergebnissen aus dem User Research, den Ideen Verbündeter aus anderen Abteilungen und selbstverständlich auch dem Input der Entwickler im Team.

Der Weg zu einem Design ist selten geradlinig; vielmehr ein spiralförmiger Zickzackkurs in Blumenkohlform. Kaum jemand wird am Anfang des Design Prozesses schon genau wissen was am Ende rauskommt. Diese Neugier und der Entdeckungstrieb sind der innere Motor von Designern.

Aber woran können wir jetzt überprüfen ob eine Lösung wirklich was taugt? Dass die Lösung schön ist, sich gut in die Umgebung integriert oder auch unternehmerische Ziele erfüllt sehe ich mal als gegeben an. Das interessiert aber erst mal in unserer Branche (Musiker glücklich machen) die wenigsten Kunden. Eine Möglichkeit ist es im klassischen Usertest echte oder potentielle Kunden dabei zu beobachten wie sie ein digitales Produkt verwenden und in welche Probleme sie dabei rennen.

Wer sich ein wenig ins Detail lesen möchte dem empfehle ich das Buch „Don’t make me think“. Hier erklärt Steve Krug ziemlich anschaulich wie man sich dem Thema praktisch nähert.

Im hauseigenen UX Team haben wir einen Testprozess basierend auf Krug’s Erkenntnissen entwickelt. An Anfang steht die Auswahl der richtigen Probanden. Mitglieder aus dem eigenen Team, dem Unternehmen oder auch Spezialisten wie Designer und Entwickler eignen sich dazu nicht. Deren Meinung ist gebiased und die Ergebnisse wären dementsprechend irreführend. Anhand vorgefertigter Aufgaben begleitet man jetzt den User wie er eines oder mehrere Produkte verwendet. Dabei kann der Proband neben den gestellten Aufgaben auch explorativ einen eigenen Weg gehen. Ob und wie man ihn dabei laufen lässt ist dem Moderator überlassen.

Eines zeigt sich immer wieder: die Ergebnisse der Tests bieten sowohl Designern als auch Entwicklern einen realen Einblick ins Hirn der Kunden. Das macht erstens Spaß und zweitens sind die gefundenen Probleme und daraus entwickelten Verbesserungen eine tatsächliche UX Verbesserung.

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